Wir sind jetzt alle Manager, handelt entsprechend!
Dieser Blogartikel wurde mit Unterstützung von (lokaler = llama.cpp + GLM-4.7-Flash) KI erstellt.
Vor einem Jahr erzählte ich meiner Frau begeistert von einer neuen Erfahrung: Ich hatte mit Gemini zum ersten Mal ein Softwareprojekt geplant und kontinuierlich verfeinert. Als Selbstständiger, der selten mit Kollegen zusammenarbeitet, war das ein besonderer Moment. Plötzlich hatte ich so etwas wie einen Coworker oder sogar einen virtuellen Programmierer als Angestellten.
Ich scherzte: Ich wurde heute zum Teamleiter befördert!
Diese Erfahrung hat meine Perspektive grundlegend verändert. Hier ein paar Learnings.
Vom Werkzeug zum Kollegen: Die richtige KI-Mentalität
Anfangs behandelte ich KI wie jedes andere Werkzeug. Und wie bei jedem Werkzeug war die Frustration vorprogrammiert, wenn etwas nicht funktionierte. Doch dann vollzog sich ein mentaler Shift: Ich begann, die KI mehr wie einen Kollegen statt ein Werkzeug zu behandeln.
Plötzlich wurde klar: "Okay, er stößt hier an seine Grenzen, aber wir müssen jetzt gemeinsam eine Lösung finden." Diese Haltung verändert alles. Entweder setze ich mich dann selbst an die Problemstellung oder suche zusätzliche Expertise – genau wie in einer echten Teamarbeit.
Der Jevons-Paradox in der KI-Ära
Mittlerweile erleben wir etwas Faszinierendes: Die Effizienzgewinne durch KI führen nicht zwangsläufig zu schnelleren Abschlüssen, sondern zu mehr Features. Genau wie der Jevons-Paradox beschreibt – wo Effizienzsteigerungen oft zu erhöhtem Verbrauch führen, nicht zu weniger.
In der Softwareentwicklung bedeutet das: Weil wir mit KI schneller vorankommen, neigen wir zum Feature Creep. Wir bauen mehr ein, nicht weniger. Würde ein Management-Team dasselbe tun, nur weil es mehr Mitarbeiter bekommt? Wahrscheinlich nicht – zumindest nicht ohne strategische Überlegung.
Die neue Realität: Wir sind alle Manager geworden
Hier liegt die entscheidende Erkenntnis: Wir sind jetzt alle in irgendeiner Form Manager. Jeder von uns, der KI-Tools nutzt, managt virtuelle Ressourcen, trifft Priorisierungsentscheidungen und steuert Projekte.
Und mit jeder Position – auch der virtuellen – kommt Verantwortung:
- Ziele müssen klarer denn je definiert werden – sonst verlieren wir uns in Möglichkeiten
- Ressourcen müssen bewusst eingeschätzt werden – auch wenn der "KI-Mitarbeiter" günstiger erscheint
- Zeit bleibt die endliche Ressource – die wir effektiver denn je einsetzen können
Die Manager-Mentalität für die KI-Ära
Die billigere "Arbeitskraft" durch KI verführt dazu, mehr zu tun. Doch genau hier müssen wir Manager-Denken anwenden:
- Strategische Zurückhaltung üben: Nicht alles umsetzen, was möglich ist
- Qualität vor Quantität: Lieber weniger Features, aber besser durchdacht
- Ressourcenbewusstsein: KI-Zeit ist nicht "kostenlos" – sie verbraucht Aufmerksamkeit und Steuerungsenergie
Die Herausforderung unserer Zeit
Wir leben in einer Welt, in der technische Möglichkeiten exponentiell wachsen, aber unsere menschliche Aufmerksamkeit, unsere Zeit und unsere strategische Klarheit begrenzt bleiben. Die KI gibt uns nicht nur neue Werkzeuge – sie zwingt uns, bessere Entscheider zu werden.
Letztlich geht es darum: Womit wollen wir unsere Zeit verbringen? Welche Ziele setzen wir? Und wie nutzen wir unsere – nun erweiterten – Ressourcen weise?
Die neue Welt erfordert eine neue Haltung. Wir sind nicht mehr nur Ausführende, wir sind Gestalter. Wir sind Manager unserer eigenen virtuellen Teams, unserer Projekte, unserer Zeit.
Also: Sei ein Manager. Nicht weil du musst, sondern weil die Möglichkeiten es erfordern.
